Urs Fitze

Das Bezirksgericht in der niederländischen Hauptstadt Den Haag hat den Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell verpflichtet, bis 2030 seine CO-Emissionen um 45 Prozent zu senken. Es folgt damit einer Klage von Umweltorganisationen und besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Das Urteil ist eine Weltpremiere.

 
Das Bezirksgericht in der niederländischen Hauptstadt Den Haag hat den Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell verpflichtet, bis 2030 seine CO-Emissionen um 45 Prozent zu senken. Es folgt damit einer Klage von Umweltorganisationen und besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Das Urteil ist eine Weltpremiere.

Die Europäische Union ist dabei, die entscheidenden gesetzlichen Weichen zu stellen auf dem Weg zum Netto-Null-Emissionsziel 2050. Bis 14. Juli soll ein Gesetzespaket mit einem Dutzend Vorschlägen vorliegen. Das Herzstück, das europäische Emissionshandelssystem, soll wesentlich erweitert werden. Das könnte sehr teuer werden. Es wird deshalb darauf ankommen, sowohl den sozialen Ausgleich als auch jenen zwischen den Mitgliedsstaaten gebührend zu gewichten.